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Rückenschmerzen durch Bakterien? Jetzt Nobelpreis fällig?

Bicomplex Newsletter April 2014

Vie­le Pati­en­ten mit Band­schei­ben-Vor­fall haben kei­ne Beschwer­den, vie­le Pati­en­ten mit ent­spre­chen­den Schmer­zen haben kei­nen Band­schei­ben-Vor­fall. Das ist der Hin­ter­grund vor dem hun­dert­tau­sen­de Band­schei­ben-OPs jähr­lich durch­ge­führt wer­den, vie­le ohne Wir­kung, vie­le mit Ver­schlim­me­rung der Beschwer­den. Die­ses „medi­zi­ni­sche Dilem­ma“ könn­te, so zei­gen neu­es­te Stu­di­en aus Däne­mark, dar­an lie­gen, weil die Ent­ste­hung chro­ni­scher Schmer­zen im unte­ren Rücken und des soge­nann­ten Band­schei­ben-Vor­falls nicht rich­tig ver­stan­den wird. Die For­scher der Uni­ver­si­tät Süd-Däne­mark haben näm­lich ent­deckt, dass in den erkrank­ten Band­schei­ben über­aus häu­fig Bak­te­ri­en zu fin­den sind. Sind die­se Bak­te­ri­en vor­han­den, dann sind auch die benach­bar­te knö­cher­ne Wir­bel­an­tei­le krank­haft ver­än­dert. Als häu­figs­te Erre­ger­art haben die Wis­sen­schaft­ler Pro­pio­ni­bac­te­ri­um acnes gefun­den. Das Bak­te­ri­um ist ein nor­ma­ler bak­te­ri­el­ler Bewoh­ner der mensch­li­chen Haut, der manch­mal am Auf­tre­ten von der Haut­krank­heit Akne betei­ligt ist.

Als wären die­se Ein­sich­ten nicht schon allei­ne nobel­preis­wür­dig, wie ein wis­sen­schaft­li­cher Kom­men­ta­tor mein­te, haben die Dänen noch eins drauf­ge­setzt. Die Behand­lung der Pati­en­ten ent­we­der mit einem Breit­spek­trum-Anti­bio­ti­kum oder einem wirk­stoff­frei­en Anti­bio­ti­kum führ­te bei den anti­bio­tisch behan­del­ten Pati­en­ten zu einem erheb­li­chen und lang­an­hal­ten­den Rück­gang der Schmer­zen im unte­ren Rücken. Nahe­zu alle Wir­bel­säu­len-Chir­ur­gen welt­weit war­nen jetzt – natür­lich – davor, die „bewähr­ten“ ope­ra­ti­ven Ein­grif­fe zuguns­ten einer sol­chen anti­bio­ti­schen The­ra­pie auf­zu­ge­ben.

Der „Kampf um Pati­en­ten“ tobt seit lan­gem zwi­schen ver­schie­de­nen Fach­arzt­grup­pen und medi­zi­ni­schen Dienst­leis­tern. Vie­le wer­den sich noch dar­an erin­nern, dass ein ähn­li­cher Vor­gang – näm­lich die Ent­de­ckung einer bak­te­ri­el­len Ursa­che – zum voll­stän­di­gen Aus­ster­ben aller Ope­ra­tio­nen wegen Geschwü­ren (Ulcus) von Magen und Zwölf­fin­ger­darm führ­te. Der 1983 (wieder)entdeckte Magen­keim Heli­co­bac­ter pylo­ri als Ulcus-Ursa­che wird heu­te anti­bio­tisch behan­delt, das schwe­re Ulcus ist damit prak­tisch aus­ge­stor­ben. Genau­so wie lebens­be­droh­li­che Blu­tun­gen von Magen oder Zwölf­fin­ger­darm oder die nicht sel­ten töd­lich ver­lau­fen­den Durch­brü­che der Magen­wand bei einem schwe­ren Ulcus.

Naturmedizin, Akne und Rückenschmerzen

Was dies mit Natur­me­di­zin zu tun hat? Zum einen zeigt die­se Ent­wick­lung, dass selbst fest­ge­füg­te Vor­stel­lun­gen von der Ent­ste­hung von Krank­hei­ten oder ihrer „kor­rek­ten“ Behand­lung inner­halb kür­zes­ter Zeit auf dem Müll­platz der Medi­zin­ge­schich­te lan­den kön­nen. Zum ande­ren zeigt sich, dass bestimm­te Grund­vor­stel­lun­gen der Natur­me­di­zin immer wie­der von der Schul­me­di­zin bestä­tigt wer­den. In die­sem Fall: Das Zusam­men­le­ben mit unse­ren Bil­lio­nen von Bak­te­ri­en auf und im Kör­per, das meis­tens von Vor­teil für bei­de Sei­ten ver­läuft. Pro­pio­ni­bac­te­ri­um acnes ist übri­gens ein sol­cher kom­men­sa­ler Keim, der uns meis­tens nützt.

Gele­gent­lich kann jedoch die Bezie­hung zu „unse­ren“ Bak­te­ri­en gestört sein und es tre­ten Gesund­heits­pro­ble­me auf – Magen­ge­schwü­re, Akne oder – mög­li­cher­wei­se – chro­ni­sche Rücken­schmer­zen. Die natur­me­di­zi­ni­sche Fra­ge lau­tet jedoch nicht: Wie kön­nen wir effek­tiv die Erre­ger ent­fer­nen? Das wäre ja Blöd­sinn, da sie meist Teil unse­rer eige­nen Bak­te­ri­en­flo­ra sind (heu­te in ihrer Gesamt­heit „Mikro­bi­om“ genannt). Nein, die Fra­ge muss lau­ten: Was kön­nen wir tun, um sol­chen „Bezie­hungs­pro­ble­men“ zwi­schen uns und unse­ren Bak­te­ri­en vor­zu­beu­gen? Oder sie wie­der zu har­mo­ni­sie­ren, wenn es denn mal „gekracht“ hat?

Die Vor­beu­gung und Behand­lung mit Schüß­ler­kom­plex-Prä­pa­ra­ten ist eine der Mög­lich­kei­ten, um – zum Bei­spiel bei einer kur­mä­ßi­gen Anwen­dung über 6-8 Wochen zwei­mal im Jahr – die Bedin­gun­gen des Zusam­men­le­bens von Mensch und Mikro­bi­om zu ver­bes­sern. Eini­ge wich­ti­ge Schüß­ler-Kom­bi­prä­pa­ra­te sind:

  • JSO Bicom­plex 3 (PZN 0544846) – Darm­mit­tel: Es regu­liert das phy­sio­lo­gi­sche Schleim­haut­mi­lieu des Darm­ka­nals. Hier lebt der men­gen­mä­ßig größ­te Anteil unse­res Mikro­bi­oms.
  • JSO Bicom­plex 9 (PZN 0544906) – Gicht- und Rheu­ma­tis­mus­mit­tel: Die­ses kann erfah­rungs­ge­mäß vor­teil­haft bei chro­ni­schen Schmerz­zu­stän­den des unte­ren Rückens („Band­schei­ben-Vor­fall“) wir­ken. Einer der Grün­de ist die Har­mo­ni­sie­rung der Wech­sel­wir­kun­gen zwi­schen Ver­dau­ungs­schleim­häu­ten und Gelen­ken.
  • JSO Bicom­plex 15 (PZN 0544964) – Hus­ten­mit­tel: Es wird erfah­rungs­ge­mäß unter ande­rem auch bei Hexen­schuss ein­ge­setzt.
  • JSO Bicom­plex 16 (PZN 0544970) – Magen­mit­tel: Sod­bren­nen und ande­re säu­re­as­so­zi­ier­te Beschwer­den deu­ten auf eine gestör­te Magen-Darm-Beweg­lich­keit hin. Die­se wird ver­bes­sert und damit auch die Bedin­gun­gen im Zusam­men­le­ben mit dem (Darm-)Mikrobiom.
  • JSO Bicom­plex 24 (PZN 0545053) – Aus­schei­dungs­mit­tel: Dies ist ein wich­ti­ges Mit­tel bei Wir­bel­säu­len- und Gelenk­er­kran­kun­gen. Es sti­mu­liert den Stoff­wech­sel und die Durch­blu­tung vor allem in wenig durch­blu­te­ten Kör­per­ge­we­ben, zum Bei­spiel den knor­pe­li­gen Band­schei­ben.

Autor
• Rai­ner H. Buben­zer, Gesund­heits­be­ra­ter, Bicom​ple​xe​.Heil​pflan​zen​-Welt​.de
Wei­te­re Infos
• Wei­te­re natur­me­di­zi­ni­sche JSO-Bicom­­plex-Prä­pa­ra­­te kön­nen im Ein­zel­fall hilf­reich sein. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen dazu hier bicom​ple​xe​.heil​pflan​zen​-welt​.de.
Quel­len
• Albert HB, Lam­bert P, Rol­la­son J, Soren­sen JS, Wort­hing­ton T, Peder­sen MB, Nør­gaard HS, Vernal­lis A, Busch F, Man­ni­che C, Elliott T: Does nuclear tis­sue infec­ted with bac­te­ria fol­lo­wing disc her­nia­ti­ons lead to Modic chan­ges in the adja­cent ver­te­brae? Eur Spi­ne J. 2013 Apr;22(4):690-6.
• Albert HB, Soren­sen JS, Chris­ten­sen BS, Man­ni­che C: Anti­bio­tic tre­at­ment in pati­ents with chro­nic low back pain and ver­te­bral bone ede­ma (Modic type 1 chan­ges): a dou­ble-blind ran­do­mi­zed cli­ni­cal con­trol­led tri­al of effi­cacy. Eur Spi­ne J. 2013 Apr;22(4):697-707.