JSO Bicomplexmittel

JSO Bicomplex 16 – Magenmittel 1 (Hyperazidität)

Hypera­zi­di­tät des Magens ist die Fol­ge von Über­rei­zung und Über­erre­gung von Magen­ner­ven und –mus­ku­la­tur. Dabei fun­giert der Magen in der Regel als Reak­ti­ons­ort infol­ge des Stress­me­cha­nis­mus und ande­rer Ein­flüs­se wie zum Bei­spiel: Über­säue­rung des Mesen­chyms (Magen als Basen­bild­ner), psy­chi­sche Fak­to­ren, Funk­ti­ons­stö­run­gen der Aus­schei­dungs­or­ga­ne (Aus­schei­dungs­gas­tri­tis), Stö­run­gen der „Haut­at­mung“.

Grundwirkungen der Einzelbestandteile

Zusammensetzung

  • Magne­si­um phos­pho­ri­cum D6
  • Natri­um phos­pho­ri­cum D6
  • Natri­um sul­fu­ri­cum D6
  • jeweils 33,3 mg pro Tablet­te

Magne­si­um phos­pho­ri­cum D6
Min­dert die Erreg­bar­keit des Bauch­hirns und setzt den Tonus der glat­ten Mus­ku­la­tur her­ab. Gastro­pa­thia ner­vo­sa mit Nei­gung zur Hypera­zi­di­tät. Krampf­nei­gung. Reflek­to­ri­scher Meteo­ris­mus. Spas­ti­sche Obsti­pa­ti­on.

Natri­um phos­pho­ri­cum D6
Hyper­ki­ne­ti­sches Magen-Darm-Syn­drom. Aus­schei­dungs­gas­tri­tis.
Brenn­schmer­zen. „Stress­ma­gen“. Sod­bren­nen. Gärungs- und Fäul­nis dys­pe­psie. Darm­spas­men mit Ver­stop­fung und/​oder Durch­fall.

Natri­um sul­fu­ri­cum D6
Anre­gung der Drü­sen­se­kre­ti­on. Gal­li­ge Magen­rei­zun­gen. Durch­fall und Ver­stop­fung.

Wirkmechanismus

Unab­hän­gig vom Ent­ste­hungs­me­cha­nis­mus der Magen­über­rei­zung wirkt JSO Bicom­plex 16 regu­lie­rend auf Anzie­hungs- und Absto­ßungs­kräf­te und die Tonus­la­ge des Magens.

Wäh­rend die kli­ni­schen Erschei­nun­gen der aku­ten Gas­tri­tis, ob hyper-oder hypa­zid bedingt, sich nicht wesent­lich unter­schei­den, gibt es doch hin­sicht­lich der Begleit­um­stän­de und Moda­li­tä­ten eini­ge brauch­ba­re Unter­schei­dungs­merk­ma­le:

  • deut­li­che­rer Schmerz­cha­rak­ter bei der hypera­zi­den Gas­tri­tis
  • zu frü­hes Sät­ti­gungs­ge­fühl
  • Zei­chen der Ulkus­per­sön­lich­keit
  • grö­ße­re Nei­gung zur spas­ti­schen Obsti­pa­ti­on
  • erhöh­ter Bauch­de­cken­re­flex im lin­ken unte­ren Qua­dran­ten
  • eher tro­cke­ne Stüh­le

Wirkungsradius

Atemwege

  • Magen­hus­ten

Gastrointestinaltrakt

  • Sau­rer und bit­te­rer Mund­ge­schmack
  • Reflux­öso­pha­gi­tis
  • Sau­res Auf­sto­ßen und Erbre­chen
  • Aus­schei­dungs- und Begleit­gas­tri­tis, „Magen- und Darm­gicht“
  • Meteo­ris­mus
  • Magen­ka­tar­rhe und -ulzera­tio­nen
  • Tonus­schwan­kun­gen der Ver­dau­ungs­mus­ku­la­tur
  • Hypera­zi­di­tät
  • Hyper­ki­ne­ti­sches Leber-Gal­le-Syn­drom
  • Wech­sel von Durch­fall und Ver­stop­fung
  • Nei­gung zu Wurm­be­fall und Dys­bio­se

Haut und Hautanhangsgebilde

  • Vika­ri­ie­ren­de Haut­er­kran­kun­gen
  • Über­mä­ßi­ges Schwit­zen, meist säu­er­lich

Herz/​Gefäße/​Blut/​Nerven

  • Roem­held-Syn­drom

Lymphsystem

  • Sto­ckun­gen und Stau­un­gen der Bauch­lym­phe

JSO Bicom­plex 16 beein­flusst durch Hypera­zi­di­tät beding­te gas­tri­sche Beschwer­den wie Reflux­krank­heit, ver­schie­dens­te Gas­tri­tis- und Ulkus for­men, vika­ri­ie­ren­de Haut­re­ak­tio­nen mit Sod­bren­nen, Auf­sto­ßen, Blä­hun­gen und Stuhl­un­re­gel­mä­ßig­kei­ten.