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Zucker ist ein krankmachendes Gift

Bicomplex Newsletter Februar 2014

Viele hoch bezahlte Wissenschaftler haben sich jahrzehntelang von unseren Steuergeldern durchfüttern lassen, um die Frage zu beantworten: „Was eigentlich ist gesunde Ernährung?“ Die Wissenschaftler-Antwort kennen wir alle: „Wir wissen es bis heute nicht genau – wie kennen nur einzelne Substanzen, die den Menschen nicht gut tun, z. B. trans-Fettsäuren, Alkohol, Röststoffe oder erhöhte Kochsalzmengen“.

In den USA deutet sich jetzt ein Paradigmen-Wechsel an. Also ein Wechsel altgewordener Professoren und ihrer – leider oft falschen – akademischen Lehren. Im Mittelpunkt steht dabei der Zucker, der Jahr für Jahr in immer weiter wachsenden Mengen von den Menschen verzehrt wird. Einer der Gründe: Rund zwei Drittel aller industriellen Nahrungsmittel aus dem Lebensmittelmarkt werden künstlich mit Zucker gesüßt, Tendenz steigend.

Die zentrale „neue“ Erkenntnis: Zucker führt unserem Körper nicht nur endlos leere Kalorien zu, die wir niemals brauchen, die uns fett machen und die uns auf diesem Umweg dann auch krank werden lassen. Nein, Zucker selbst ist ein Gift, das zum Beispiel Herzkreislauf-Erkrankungen verursacht. Die Sterberate z. B. an Herzinfarkt oder Schlaganfall steigt bereits erkennbar an, wenn nur 15% der täglich zugeführten Kalorien aus Zucker stammen (dazu genügt rund eine halbe Tafel Schokolade oder einige Gläser Limonade). Stammt ein Drittel der Kalorien aus Zucker, steigt die Sterberate dosisabhängig auf das vierfache an. Die Deutschen decken heute etwa 25% ihres täglichen Energiebedarfs mit Industriezucker, sind also bald bei einem Drittel angelangt.

Bitte nicht vergessen: Zucker ist ein Gift, das ursächlich auch an anderen Erkrankungen beteiligt ist – zum Beispiel Diabetes mellitus Typ II (Erwachsenen-Zuckerkrankheit) und der Vorläufer-Erkrankung (metabolisches Syndrom), oder Leberzirrhose, Demenz, Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck.

Anders als der Schulmedizin ist dies der Naturheilkunde seit Jahrzehnten bekannt. Vor mir liegt zum Beispiel ein kleines Büchlein von Dr. Max Otto Bruker, erschienen 1962: „Der Zucker als pathogenetischer Faktor“ (das heißt „Zucker als krankmachender Einfluß auf unsere Gesundheit“). Bruker stellte schon damals fest: „Diese … Beobachtungen … berechtigen … von einer Schlüsselstellung des Zuckers in der Entstehung und Unterhaltung von Krankheiten zu sprechen“. Er listet zahllose Krankheiten auf, bei denen schon vor über 50 Jahren klar war, dass Industriezucker ursächlich an der Krankheitsentstehung beteiligt ist, einschließlich Krebs, „Geisteskrankheiten“ und vielen anderen mehr.

Die „ungeahnten therapeutischen Möglichkeiten“ dieser Einsichten, die Bruker sah, und die heute von immer mehr Ärzten auch gesehen werden, sind einfach:

1. Stufe: Verringerung der täglichen Energiezufuhr durch Zucker auf unter 10% (Empfehlung der Weltgesundheits-Organisation WHO)

2. Stufe: Weitgehender Verzicht auf Industriezucker (gemeint sind Zucker, die der Nahrung zugesetzt werden).

Hinweis: Süßstoffe – aus welcher Quelle auch immer – sind ebenfalls eine gesundheitliche Katastrophe. Anstatt uns wie Zucker mit leeren Kalorien zu überfluten und und uns direkt zu vergiften, betrügen sie unseren Stoffwechsel nachhaltig. Und tragen wesentlich zum metabolischen Snydrom, der Zuckerkrankheit und über Jahre hinweg zu fortschreitendem Übergewicht bei (Süßstoffe werden vor allem in der Tiermast als Mast-Beschleuniger eingesetzt!).

Autor
• Rainer H. Bubenzer, Gesundheitsberater, Bicomplexe.Heilpflanzen-Welt.de
Quellen
• Yang Q, Zhang Z, Gregg EW, Flanders WD, Merritt R, Hu FB: Added Sugar Intake and Cardiovascular Diseases Mortality Among US Adults. JAMA Intern Med. 2014 Feb 3.
• Schmidt LA: New Unsweetened Truths About Sugar. JAMA Intern Med. 2014 Feb 3.