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Etwas über das Barfußgehen

Bicomplex Newsletter Februar 2015

von E. Baum (Mitglied im Bund für Komplex-Biochemie, 1926)

Die Wichtigkeit vielen und regelmäßigen Barfußgehens für das körperliche Wohlbefinden scheint jetzt wieder in Vergessenheit zu kommen. Außer bei direkten Kuren, also stundenweise, wird es selten aus Gesundheitsgründen jetzt noch geübt und auch da nur meist in eng umgrenzten Gärten und Höfen. Und die Wenigen werden mit lieblosem Staunen und verächtlichem Achselzucken angestarrt, die den Mut haben, auch auswärts, also auf weiteren Fußwanderungen im Sommer, barfuß zu gehen. – Unter barfuß verstehe ich nämlich nicht nur ohne Strümpfe, sondern auch ohne Schuhe und ohne Sandalen, weil ich nach eigener Erfahrung gerade die Berührung der Fußsohle mit dem Erdboden für ungemein belebend, stärkend und erfrischend ansehe. Gerade im Hochsommer möchte ich darum an alle Naturheilfreunde zwei ernstliche Bitten richten.

Erstens: Versucht es nur und geht einmal im heißen Sommer ganz barfuß ein tüchtiges Stück spazieren. Ihr braucht euch vor dem Verletzen der Füße gar nicht zu ängstigen, mit ein wenig Uebung weicht der Fuß von selber allem Schädlichen aus. – Ich und meine drei Kinder haben uns in zehn Jahren noch nie hindernd verletzt! Zweitens, und vor allem aber: Achtet wenigstens die Energie derjenigen, die sich trotz des „unschönen Anblicks“ ihrer Nerven und Gesundheit zuliebe barfuß in die Welt hinauswagen, und vermeidet höhnische und unfreundliche Bemerkungen.

Daß ihr das Lächeln oftmals nicht unterdrücken könnt, will ich gern glauben, ich weiß, wie „komisch“ der ungewohnte Anblick wirkt, aber das schadet nichts, das Lachen wird den Ausgelachten nicht sehr weh tun, und für die Lachenden ist es sogar gesund. Also haben wir dann das Bewußtsein, uns selbst und anderen etwas Gutes angetan zu haben.

Quelle
Baum E: Etwas über das Barfußgehen. Die Komplex-Biochemie (Volkstümliche Zeitschrift für Komplex-Biochemie und naturgemäße Gesundheitspflege). 1925 Jul 1;5(7):104.

Anmerkung 2015

Den Anmerkungen des unbekannten JSO-Bicomplex-Anwenders von 1925 ist auch 90 Jahre später kaum etwas hinzuzufügen. Ich mache die gleichen Erfahrungen: 1. Barfußlaufen (3x die Woche) zieht magisch die oft ironischen Blicke der Mitmenschen auf sich. 2. Für meine Kniebeschwerden sind rund 20 barfuß gelaufene Kilometer jede Woche Goldes wert – fast alle rheumaähnlichen, schmerzhaften Knie-Beschwerden sind seither verflogen.

Anders als E. Baum habe ich das Barfußlaufen jedoch von meinen Kindern übernommen, die mir das auf beeindruckende Weise geschildert und vorgemacht haben. Ich tue mir allerdings nicht die Härte an, mitten in der Großstadt barfuß zu laufen, sondern laufe nur im nahegelegenen Wald (wobei vor allem die vielen Kienäpfel der Kiefern eine besondere Herausforderung sind und ständige Aufmerksamkeit verlangen…).

Natürlich ist Barfußlaufen kein Allheilmittel, aber es ist ein Weg zu mehr Natürlichkeit im Alltag und zu einer natürlichen Beanspruchung des Körpers wie sie die Schöpfung (Evolution) für uns vorgesehen hat. Und dies ist – nicht nur bei rheumatischen Problemen – von erheblicher Bedeutung für die naturheilkundliche Gesundheitspflege (siehe „Rheuma: Beweglichkeit herstellen ist am wichtigsten“). Eine naturmedizinische Option ist das JSO Bicomplex Heilmittel Nr. 9 („Gicht- und Rheumatismusmittel“, PZN 0544906).

Viel Spaß also beim Barfußlaufen und Tautreten im Frühling,

Ihr Rainer H. Bubenzer

Bicomplexe-Gesundheitsberater,
Berlin, 26. Februar 2015