Intervall-Fasten: Die Option fr gesundes Gewicht und langes Leben.

Intervall-Fasten: Die Option fr gesundes Gewicht und langes Leben.

Marion Kaden (MA), Berlin, 14. Mai 2013 (Heilpflanze.org)

Intervall-Fasten

Intervall-Fasten mit Bicomplexen
(© fotodo - Fotolia.com)

Intermittierendes oder Intervall-Fasten – also freiwilliger Verzicht auf Essen und Trinken (Ausnahme Wasser) einmal pro Woche – hat zahlreiche gesundheitliche Vorteile. Bisherige Forschungen zeigen, dass entsprechende „heilsame“ Stoffwechsel-Programme tief in unserem Erbgut verankert sind. Regelmig durchgefhrt, untersttzt Intervall-Fasten die vorbeugende Gesundheitspflege und hilft beim langfristigen Abnehmen und Gewichtserhalt. Und: Intervall-Fasten ist eine Anti-Aging-Manahme, verlngert also das Leben.

Begriffsklrung  Was bedeutet nun „intermittierendes Fasten“ oder „Intervall-Fasten“ genau? Der Begriff lehnt sich an den Begriff des religisen oder medizinischen Fastens an. Dies bedeutet, das Menschen ber einen bestimmten Zeitraum freiwillig auf Nahrung verzichten, wobei allerdings Flssigkeiten wie Wasser oder ungester Tee erlaubt sein knnen. Fasten kann von wenigen Tagen (zum Beispiel zur Operationsvorbereitung) bis zu zwei Monaten (zum Beispiel Heilfasten unter rztlicher Kontrolle) dauern. Fasten hat fr Menschen wegen seiner Freiwilligkeit ganz unterschiedliche krperliche, seelische oder geistige Auswirkungen. Intermittierendes Fasten ist – im Gegensatz zu Dinner-Cancelling (Abendfasten) und weiteren Diten mit zeitweiser Ernhrungsbeschrnkung – eine Form des naturheilkundlichen, gesundheitspflegenden Heilfastens und nicht in erster Linie ein Verfahren zur Gewichtsreduktion.

Dicksein ist schn?

Dicksein ist schn - wirklich?
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Heilfasten  Das (therapeutische) Fasten zum Beispiel „Heilfasten nach Otto Buchinger“ wird meist durch einige vorbereitende Manahmen eingeleitet: Einen Entlastungstag (Verringerung der Nahrungsaufnahme), Darmeinlauf (vorbereitende Darmreinigung) und – wenn es vertragen wird – die einmalige Anwendung eines krftigen Abfhrmittels (Entschlackung). Zum Heilfasten gehrt brigens auch das „Fastenbrechen“, das wesentlich fr eine Fastenkur ist. Fastenbrechen ist ein langsamer Beginn des Essens zum Ende des Fasten, wobei ausgewhlte, besonders vertrgliche Lebensmittel erlaubt sind, um den Organismus schonend wieder auf „Normalbetrieb“ umzustellen (Mehr zum Fasten).

Die Zeitdauer beim Intervall-Fasten ist wesentlich krzer – nmlich meistens ein Tag oder seltener zwei Tage pro Woche. Danach geht es mit der normalen Ernhrung weiter. Vor- oder nachbereitende Manahmen wie Darmreinigung oder Fastenbrechen entfallen. Die bisher vorliegenden Erfahrungen und Studien zeigen, dass der jeweilige wchentliche Fastentag nicht immer am gleichen Wochentag liegen sollte (zum Beispiel immer Sonntags). Denn wer sich auf den immer gleichen Intervall-Fastentag in der Woche festlegt, erreicht weniger gute Effekte fr seine Gesundheit.

Wrfel

Positive Auswirkungen wie Gewichtsverlust, Entschlackung oder Energiezuwachs werden merkwrdigerweise geringer ausgeprgt. Es wird angenommen, dass sich unsere Krperintelligenz sehr schnell auf den rhythmischen Nahrungsmangel an festgelegten Tagen gewhnt und diesen durch mehr Essen oder verbesserte Nahrungs-Auswertung kompensiert. Deshalb: Wer sich fr das Intervall-Fasten entscheidet, muss dieses an willkrlich ausgewhlten Tagen tun. Um den an Rhythmen gewohnten Organismus ein Schnippchen zu schlagen, eignet sich am besten ein Wrfel, mit dem die nchsten Intervall-Fastentage bestimmt werden.

Achtung eigene Falle  Hufig bemerken wir Menschen unsere eigenen Fallen oder Gewohnheiten nicht. Ganz nach dem Motto: Ach, Sonntag mchte ich nicht fasten – da gibt es immer so leckeres Essen. Montag auch nicht – zu viel Stress in der Firma. Dann lieber Freitag! Zuletzt wird doch eher rhythmisch am Freitag gefastet, weil es eben am besten in die eigenen Vorgaben passt – nur darum geht es nicht! Mit einem Wrfel zufllig ausgewhlte Fastentage zwischen Montag bis Sonntag vermeiden diese voreingestellten eigenen Strukturen. Natrlich knnen dabei auch mal zwei Fastentage aufeinanderfolgen (Sonntag-Montag). Wer damit nicht zurecht kommt, kann dies mit einer zustzlichen Regel „Nie zwei Fastentage hintereinander“ ausschlieen. Einen siebenseitigen Wrfel gibt es im Imp's Online-Shop (4,50 € + Versandkosten).

Fasten – Teil des Lebens

Eine vorbergehende Beschrnkung der Nahrungszufuhr ist seit Schpfungsbeginn Teil der normalen Existenz der meisten Lebewesen. Denn: Alle Lebewesen in der Natur erleben Notzeiten. Tiere in freier Wildbahn mssen beispielsweise hungern, wenn ihre Jagd nicht erfolgreich war. Andere Tiere wandern bei Drreperioden ber weite Strecken bis in nahrungsreichere Regionen. Oder: In bestimmten Weltgegenden fhren die Jahreszeiten regelmig zu lnger anhaltenden Phasen mit geringer oder gar fehlender Ernhrung (Winter/Frhling). Scheinbar darben viele Tiere derweil – dennoch sind sie zu Hchstleistungen fhig. Denn viele Tiere auf der nrdlichen Halbkugel tragen beispielsweise im Winter ihren Nachwuchs aus, um ihn dann in Zeiten der Flle von Frhjahr und Sommer gro zu ziehen.

Wrfel

Auch die Mensch waren whrend der Evolution stndig mit Phasen von Mangel oder Hunger konfrontiert, also Phasen, in denen es wenig oder sogar gar nichts zu essen gab. Der Winter und beginnende Frhling war in unseren Breitengraden regelmig eine Zeit von Nahrungsmangel und sogar Hungern. Ernteausflle durch Dauerregen oder Drren, Kriegszeiten oder Naturkatastrophen erschweren auch heute immer wieder das berleben von Menschen auf der Erde. Kurzum, die genetischen Programme der Sugetiere und eben auch des Menschen sind hervorragend ausgestattet, um Phasen mit fehlender Nahrungszufuhr zu berstehen ohne gleich krank zu werden. Im Gegenteil: Genetisch bedingt reinigt und aktiviert Nahrungsmangel unser biologisches System.

Gesundheitspflege durch Intervall-Fasten

Diese natrlichen, von der Evolution vorgesehenen Perioden mit Nahrungsmangel haben zahlreiche Vorteile fr die Gesundheit, stellten Wissenschaftler fest. In den letzten Jahren sind zahlreiche Studien durchgefhrt worden, bei denen die gesundheitlichen Auswirkungen des intermittierenden Fastens untersucht worden sind. Einige wenige Beispiele:

Gewichtsverlust  Eine Gruppe von Wissenschaftlern der Universitt of Illinois of Chicago belegte, dass sich mit intermittierendem Fasten langfristig ein Gewichtsverlust erreichen lsst. Dabei werden auch Risikofaktoren, die zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen fhren, deutlich vermindert [1]. Klar ist, dass regelmiges intermittierendes Fasten – zum Beispiel an einem Tag pro Woche – dazu fhrt, rein rechnerisch ein Siebtel der pro Woche verzehrten Nahrung weniger aufgenommen wird. Vorausgesetzt natrlich, dass an den anderen Tage der Woche normal und nicht hherkalorisch gegessen wird. Alleine diese regelmige Kalorienreduktion trgt zu langfristigem Gewichtsreduktion oder zu einem erleichtertem „Gewichthalten“ bei.

Mnner-bergewicht

Mnner-bergewicht
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Seltener Zuckerkrankheit und Vorstufen  Brasilianische Wissenschaftler der Universitt So Paulo untersuchten schwergewichtige Mnner, die mit allen Problemen der Adipositas (BMI >25) zu kmpfen hatten (z. B. frhzeitige Entwicklung von Herzkreislauf-Problemen und/oder Erwachsenen-Diabetes Typ II). Die Wissenschaftler konnten zeigen, dass die Probanden durch intermittierendes Fasten und eine Ernhrungsumstellung gesundheitlich profitierten. Also deutlich abnahmen, weniger Herzkreislauf-Probleme entwickelten und ihr Diabetes-Risiko deutlich reduzierten. Anhand tierexperimenteller Studien konnten die Wissenschaftler zudem deutliche Vernderungen im Fettstoffwechsel, eine verzgerte Aufnahme von Glukose und dadurch bedingte positive Vernderung des Insulinstoffwechsels zeigen. Tiere, die regelmig Intervall-Fasten ausgesetzt wurden, zeigten eine erhhte Widerstandsfhigkeit gegen Stress. Auch Entzndungskaskaden im Zusammenhang mit dem Fettgewebe konnten deutlich verringert werden [2].

Entzndungslinderung  Welche mglichen gesundheitlichen Vorteile das freiwillige Fasten tagsber whrend des islamischen Fastenmonats Ramadan haben kann, das als eine Art intermittierendes Fasten gilt, zeigten Wissenschaftler von der Hafi-Universitt (Saudi-Arabien). Sie untersuchten bei den 50 ProbandInnen den Verlauf wesentlicher gesundheitlicher Parameter whrend des Fasten, unter anderem Blutdruck, Gewicht, Krperfettanteil oder Blutwerte, die auf die Aktivierung von Entzndungs-Mechanismen hindeuten (Interleukin, Tumor-Nekrosefaktor alpha, Immunzellen-Status). Am Ende des Ramadan hatten die Probanden sowohl einen niedrigeren Blutdruck als auch ein reduziertes Krpergewicht. Ebenso war ihr „Entzndungsstatus“ verbessert, was bei Patienten mit chronisch-entzndlichen Erkrankungen wie Rheuma oder Autoimmunerkrankungen therapeutisch vorteilhaft sein knnte [3].

Lebensverlngerung  Japanische Wissenschaftler konnten schon 2009 im Rahmen von Tiersuchen aufzeigen: Intermittierendes Fasten verlngert deutlich die berlebensrate nach chronischer Herzinsuffizienz, einer Schdigung des Herzmuskels meistens im Verlauf einer Arterienverkalkung. Die Ergebnisse zeigten ebenfalls modulierende, positive Effekte sowohl bei der chronischen Erkrankung selbst als auch bei der Vorbeugung von Herzerkrankungen [4].

Wrfel

Resmee Wissenschaft  Aus heutiger Sicht ist klar: bergewicht schdigt wie kaum ein anderes selbst beeinflussbares Lebenselement – mit Ausnahme des Rauchens – die Gesundheit nachhaltig. Eine Gewichtsreduktion bei deutlich bergewichtigen Menschen hat deshalb eine Vielzahl von gesundheitlichen Vorteilen. Allein schon dadurch, dass das Intervall-Fasten beim Abnehmen oder Gewichthalten hilft, ntzt es also unserer Gesundheit. Bei den Anwenderinnen und Anwendern ist Intervall-Fasten brigens weitaus beliebter als alle anderen Verfahren der Kalorienbegrenzung.

Doch es ist nicht alleine die verbesserte Gewichtskontrolle, die die heilsamen Wirkungen des Intervall-Fastens ausmachen. Eine Vielzahl von Forschungen, die seit rund 100 Jahren zum Fasten und Intervall-Fasten mit verschiedensten Tieren sowie mit Menschen durchgefhrt worden sind, lassen heute nur eine zusammenfassende Deutung zu: (Intervall-)Fasten stimuliert evolutionsbedingt eine Vielzahl von Stoffwechsel-Wegen intensiv, wodurch die Chance von Selbstheilung oder die Wirkung von Therapien verbessert wird. Zusammengenommen fhrt dies zu einer Optimierung der Gesundheit, zur Vorbeugung von Erkrankungen, zur verbesserten berwindung von Krankheiten, zum erleichterten Leben mit chronischen Erkrankungen, zu einer deutlich erhhten Lebensqualitt und letztlich zu einem verlngerten Leben. Diese gesundheitlich vorteilhaften Wirkungen sind vermutlich auch der Grund, warum sich das „Gesundheitssystem“ wenig bis berhaupt nicht zum Heilfasten und Intervall-Fasten uert. Gesundheitspflegende Manahmen, die Menschen alleine durchfhren knnen, sind fr die Krankheits-Industrie einfach nachteilig ...

Intervall-Fasten – Die Praxis

Intermittierende Fasten im Lebensalltag  Bei den bemerkenswerten, gesundheitspflegenden Vorteilen des intermittierenden Fastens kann schnell der Wunsch entstehen, es auch einmal selbst auszuprobieren. Menschen mit Fasten-Erfahrung werden wissen: Es ist ohne Weiteres mglich, einen oder zwei Tage zu fasten – auch im Berufsalltag. Oft stehen dem nur gewohnheitsbedingte Widerstnde oder andere Bequemlichkeiten entgegen.

Fr Menschen, die keine Erfahrungen mit Fasten haben – also freiwilliger Ernhrungsverzicht ber einen lngeren Zeitraum – knnte das intermittierende Fasten jedoch als groe Herausforderung erscheinen. Dies bedarf einer inneren Vorbereitung. Ein langsames Herantasten an diese Thematik kann sinnvoll sein. Schlielich leben wir in einer Zeit des berflusses, in dem zu jedem Zeitpunkt oder auch zu allen Jahreszeiten smtliche Nahrungsmittel, Gemse oder Obst in Hlle und Flle zur Verfgung stehen. Warum sollen wir also freiwillig nichts essen?

Die Waage

Die Waage - wichtig fr jedes Abnehmprogramm
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Brechen von Gewohnheiten  Wir sind so sehr daran gewhnt, zum Beispiel frische Erdbeeren auch im Winter aus Neuseeland oder Argentinien zu bekommen, dass die Jngeren unter uns gar nicht genau wissen, wann eigentlich die Erdbeerzeit in unserer Lebensumwelt ist. Auch das berbordende Essensangebot wie Fressbuden auf Bahnsteigen, Kioske allerorten mit belegten Brtchen und Sigkeiten, lassen uns meist gar nicht darber nachdenken, ob wir wirklich Hunger haben. Sobald wir Appetit verspren, kaufen wir eben etwas. Basta! Mit intermittierendem Fasten werden neue Erfahrungen gemacht und damit knnen auch eingeschliffene Essensgewohnheiten berprft werden: Essen wir sofort beim ersten Appetit-Anzeichen? Oder: Knnen wir ein wenig „Hunger“ aushalten, oder bekommen wir sofort schlechte Laune? Intermittierendes Fasten kann uns auch dabei helfen, unsere Ernhrungsgewohnheiten langfristig umzustellen. Denn die schnelle Bratwurst am Kiosk stillt zwar den Appetit, aber sie liegt auch lange im Magen – bemerken viele bald danach. Auch bei fettigen Bratkartoffeln oder Pommes braucht der Organismus lange Zeit, um die Nhrwerte aufzuschlieen und sich des Vllegefhls endlich zu entledigen. Sportbewusste haben dafr einen Namen: „Kohlenhydrat-Koma“. Typische Kennzeichen sind lnger anhaltende Schlfrigkeit und Leistungsabfall nach schwerem, kohlenhydratreichen Essen. Obst, Salat oder leichte Speisen setzten dem Krper nicht so sehr zu – wie wre es also mit dem Einbau von frischem Obst oder Gemse in den Speiseplan?

Der Entschluss  Vor dem Ausprobieren des intermittierenden Fastens steht vor allem eins: Ein neugieriger Entschluss und die erwartungsvoller Bereitschaft durchzuhalten. Zur Vorbereitung und langsamen Hinfhrung kann beispielsweise ein „Essens-Tagebuch“ ber lngere Zeit gefhrt werden. Dies hilft dabei, sich im Vorwege klarzumachen: Was esse ich tagsber wann und wie viel? Wer sich noch die – fr das Intervall-Fasten spter nicht notwendige – Mhe macht, die tglich gefutterten Kalorien (im Internet gibt es viele Listen) zusammenzuzhlen, wird wahrscheinlich berrascht sein: Sie befinden sich allerdings in guter Gesellschaft, denn die meisten Menschen essen mehr als sie brauchen. brigens: Der durchschnittliche Kalorienbedarf liegt zwischen 1300 bis maximal 1600 Kilokalorien(je nach Alter, Krpergre, Geschlecht) pro Tag – die Hlfte dessen wird hufiger schon durch ein reichhaltiges Frhstck erreicht.

Eigentlich ganz einfach  Ein Essens-Tagebuch kann zum Beispiel auch bewusst machen, was ein einzelner Schokoriegel tatschlich an sen Kalorien enthalten: Soviel, dass ein kalorienbewusster Sportler eine dreiviertel Stunde auf dem Laufband verbringen muss, um diese berflssigen Kalorien wieder „abzuarbeiten“. Brad Pilion, ein amerikanischer Bodybuilder und Ernhrungsexperte, stellt in seinem aktuellen Buch fest: „Beim intermittierenden Fasten geht es darum, den Gedankenkreis zu durchbrechen, dass ein Mensch sehr wohl zeitweilig das Essen unterbrechen kann“ [5]. Abnehm-Manahmen durch Diten fhren hingegen ins Abseits oder. wie Pilion in einem Interview sagt, ins „unvermeidliche Scheitern“. Ditpraktizierende denken nmlich andauernd ans Essen oder mssen sich wegen der Ditvorschriften (low fat, Atkins, Erdbeerdit und so weiter) stndig damit auseinandersetzten.

Deshalb schlgt Pilion vor, „dem Verdauungsapparat einmal in der Woche eine eintgige Pause zu gnnen“ – und letztendlich auch dem Kopf. Denn wer sich entschliet, 24 Stunden nichts zu essen, kann mit ein wenig bung, die Gedanken daran auch ausschlieen. So entdecken auch die meisten Heilfaster zuallererst, wie viel Zeit ihnen pltzlich zur Verfgung steht, weil nicht eingekauft, nichts vorbereitet, nichts gegessen werden muss. Intermittierende Faster werden die selbe Erfahrung machen: Einmal pro Woche eine 24stndige Essenspause (erlaubt ist nur das Trinken von reinem Wasser ohne jegliche Zustze) ist gut vertrglich fr Darm und Gehirn, fr Seele und Geist, zur Gesundheitspflege und fr ein lngeres Leben.

Wrfel

Eigentlich ist es ganz logisch, warum Gesundheitswillige so wenig Probleme mit dem Intervallfasten haben. Einer der erfahrensten Forscher zu diesem Thema, Professor Dr. Mark Mattson, National Institute on Aging in den USA fasst zusammen: „Wenn ich am Tag vor dem Fastentag normal gegessen habe, hlt sich mein Hunger am Vormittag des Fastentages natrlich in Grenzen. Auf jeden Fall sind gengend Nhrstoffe im Krper, um den lieben langen Fastentag energiemig bestens zu berstehen. Wenn sich dann – spter am Tag – der Appetit meldet, ist er leicht zu besnftigen. Denn schlielich gibt es schon am nchsten Morgen wieder etwas zu essen“. Genau dies ist der Grund, warum Intervall-Fasten von vielen Menschen problemlos als Teil ihres Lebens akzeptiert wird. Hinweis: Erfahrene Intervall-Faster berichten, dass sich anfnglich am Fastentag vorhandenes Hungergefhl nach einigen Wochen, sptestens aber Monaten in Wohlgefhl auflst. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: Intervall-Faster tauschen ein kurzes Unwohlsein durch den „im Kopf durch erlernte Gewohnheiten entstandenen Hunger“ durch ein verbessertes Lebensgefhl oder eine erhhte krperliche und geistige Leistung aus.

Notizen sinnvoll  Genauso wie ein „Essens-Tagebuch“ zu Beginn des Fastens sinnvoll ist, kann ein Tagebuch whrend des intermittierenden Fasten untersttzen. Am Ende eines Tages kann in Kurzform zum Beispiel notiert werden:

  • Wie ist es mir heute ergangen? (Fiel es mir leichter oder schwerer – gefhlte Skala von eins bis 10 einfhren)
  • Gab es etwas Besonderes? (Habe den ganzen Tag an Erbsensuppe denken mssen ...)
  • Gab es krperliche Symptome? (Kopfschmerzen, leichtes Unwohlsein – knnen Ausdruck von Entschlackungsprozessen sein – nach ein zwei Malen hren sie meistens auf)
  • Hat sich der Schlaf deutlich nach dem Fastentag deutlich verndert?
  • Wie war der Appetit am nchsten Tag? Hat das Essen besonders gut geschmeckt, welches Essen wurde bevorzugt, hat es besonders gut getan usw.
  • Jeder Mensch wird Eigenes entdecken und herausfinden, weil die Vorlieben und Schwerpunkte doch sehr unterschiedlich sein knnen.

Das Tagebuch zum intermittierenden Fasten wird nach mehreren Monaten Aufschluss darber geben, welche Erfahrungen Sie gemacht haben. Ins Buch gehren auch kleine Experimente wie Umstellung auf Obst und Salat. Oder wenn „ordentlich“ gegessen wurde – was dann mit Ihnen insgesamt passiert ist. In der Naturheilkunde heit es: Immer mit dem Krper gehen! Niemals Kopfentscheidungen treffen wie zum Beispiel „Salat ist gut“. Wenn Sie keinen Salat mgen, lassen Sie ihn lieber weg. ber den Appetit auf Fleisch oder Fisch kann sich unter anderem ein spezieller Nhrstoffbedarf ausdrcken – dies sollte gehrt und beachtet, nicht aber bergangen werden. Und: Wem das intermittierende Fasten nicht besonders gut gelingt, kann sich auch die Erlaubnis geben, damit wieder aufzuhren! Vielleicht sind dann sptere Lebensphasen besser dazu geeignet, es noch mal auszuprobieren.

JSO-Bicomplexe zur Untersttzung des Intervall-Fastens
 

Schler-Kombiprparate: JSO-Bicomplexe

Der Berliner Arzt und Homopath Konrad Grams (1878-1947) kombinierte Bio-Mineralsalze nach Schler. Sein „Ausscheidungsmittel“ (JSO-Bicomplex Nummer 24, Pharmazentral-Nummer 00545053, in jeder Apotheke) bietet wertvolle Hilfen beim Intermittierenden Fasten. Es untersttzt die selben Funktionen wie beim Abnehmen: Dabei werden neben dem Abbau des Fetts eine Reihe komplexer zustzlicher Stoffwechselaktivitten in Gang gesetzt. Das Ausscheidungsmittel aktiviert dabei den Stoffwechsel und hilft damit bei der Entgiftung des Krpers. Es regt zum Beispiel nicht nur unser wichtigste und grtes Ausscheidungsorgan – die Leber – an, um alle Abfallprodukte des Stoffwechsels besser ausscheiden zu knnen. Auch Galle und Nieren werden untersttzt, um zum Beispiel berschssiges Wasser aus dem Gewebe heraus zu lsen und auszuscheiden. Zudem frdert es Reinigungs- und Regenerationsprozesse der Schleimhute.

Bicomplex 24 - Das Abnehmmittel

JSO Bicomplex 24 - Das Ausscheidungs-Mittel beim Abnehmen

Dosierung  Zu Beginn des intermittierenden Fastens dreimal tglich 1-2 Tabletten, am Tag vor und nach dem Fastentag sowie am Fastentag selbst. Bei „Strungen“ wie zum Beispiel Verstopfung, verstrkte Mdigkeit, allgemeine Schlappheit, Lustlosigkeit, Mundgeruch oder qulendem Hungergefhl knnen zur Aktivierung der Verdauungsttigkeit und der Entgiftung fnfmal tglich 1-2 Tabletten eingenommen werden.

Kur  Gewolltes Abnehmen und dauerhafter Gewichtserhalt knnen Monate oder sogar Jahre dauern. Das Ausscheidungsmittel kann auch bei lngerer Gewichtsreduktion zur Untersttzung immer wieder eingenommen werden. Am besten kurmig alle 2-3 Monate fr etwa sechs Wochen.

Einnahme-Tipps  Wie bei allen biochemischen Schlersalzen oder homopathischen Mitteln lassen Sie die Tabletten bitte langsam im Munde zergehen. Also nicht lutschen, nicht kauen und nicht als Ganzes herunterschlucken. So kann der Krper die Inhaltsstoffe sofort ber die Mundschleimhaut aufnehmen. Die Tabletten sollten direkt vor, nicht zu-sammen mit und nicht nach dem Essen oder mit Getrnken verwendet werden. Allgemeine Regel: Schler-Bicomplex-Tabletten einige Zeit vor Mahlzeiten einzunehmen – mindestens eine Stunde vorher.

Das Ausscheidungsmittel ist ein Schler-Kombiprparat und folgendermaen zusammen gesetzt

  • Ferrum phosphoricum D12
  • Kalium chloratum D6
  • Natrium phosphoricum D6
  • Natrium sulfuricum D6

Ferrum phosphoricum   (ferrum = lateinisch fr Eisen) ist der wesentliche Mineral-Baustein fr die Sauerstoffversorgung der Krperzellen. So ist das Mineral an smtlichen Stoffwechselfunktionen beteiligt: Ferrum phosphoricum sorgt beispielsweise fr den Auf- und Abbau von Zellen, Anlieferung von Nhrstoffen oder Abtransport von Abfallprodukten der Zellen. Das Nhrsalz ist lebensnotwendig (essentiell) und wird in besonderen Lebensphasen zustzlich gebraucht. Beispiele: Whrend der Schwangerschaft, fr das gesunde Wachstum eines Kindes oder whrend Krankheits- und Erholungsphasen. Ebenso wichtig ist das Salz, wenn der Krper Belastungen ausgesetzt ist – wie bei beruflichem oder geistig-seelischem Stress oder zur Untersttzung beim Intermittierendem Fasten.

Auch beim Intermittierendem Fasten wird der Krper extra gefordert: Der Krper kommt an einem oder zwei Tagen ohne Nahrung aus, folglich stellt sich der Stoffwechsel um. Ferrum phosphoricum untersttzt dabei die Stoffwechselvorgnge, sorgt fr einen reibungslosen Abtransport der Abfallprodukte oder von entstehenden Giftstoffen. Intermittierende Faster knnen das Mineralsalz genauso wie professionelle Sportler verwenden: Nmlich zur schnelleren Regeneration (Entgegenwirken von Muskelkater, schnellere Zell-Erneuerung), zum optimierten Aufbau von Muskeln oder zur verbesserten Versorgung der Zellen mit Sauerstoff. Das Mineral untersttzt auch die gesteigerten „Verbrennungsvorgnge“ (Wrme-Erzeugung), die im Krper bei sportlichen Aktivitten in Gang gesetzt werden. Ferrum phosphoricum verhindert zudem Stoffwechsel-Blockaden. Nicht nur auf krperlicher Ebene, sondern auch ganzheitlich. Das heit, es untersttzt den Prozess auch geistig-seelisch: Die Bereitschaft und das Durchhalte-Vermgen werden gefrdert. Auf seelischer Ebene wird aufkommenden Schwchegefhlen oder Widerstnden entgegengewirkt.

Kalium chloratum  ist ein bedeutendes Mineral fr alle Drsen im Verdauungsbereich (Speicheldrsen, Magen, Zwlffingerdarm, Dnndarm, Leber, Bauchspeicheldrse). Es wirkt sekretionsanregend und aktiviert auch den gesamten Zellstoffwechsel. Das Mineralsalz vermag chemische Verbindungen, die den Stoffwechsel belasten knnen, zu binden. Es erleichtert ebenso den Abtransport von Abfallprodukten, die zum Beispiel beim Intermittierenden Fasten vermehrt aus den abgebauten Geweben frei werden.

Natrium phosphoricum  ist ein zentrales Mineral fr die Sureregulierung, den Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel. Ernhrung und Bewegung sind fr einen gesunden Stoffwechsel von groer Bedeutung. Werden einem Organismus zu viel von bestimmten Lebensmitteln zugefhrt wie zum Beispiel hochraffinierter Zucker- hoch ausgemahlene Mehlsorten (Weimehle), wird zur Verstoffwechselung mehr Natrium phosphoricum bentigt. Fehlt dieses Mineral, dann entstehen Suren. Ein stark bersuerter Krper beispielsweise wird gebildete Harnsurekristalle nicht ausscheiden knnen, sondern beispielsweise in Gelenken ablagern. Auch berbeanspruchender Sport kann unerwnschte Folgen zeigen: So wird bermig Milchsure in den Muskeln gebildet, was sich als schmerzhafter Muskelkater zeigt. Dieser verschwindet nach ein paar Tagen – dann wenn die Milchsure wieder abgebaut ist. Einseitige krperliche Belastung oder auch einseitige Ernhrung kann zu einem Mangel an Natrium phosphoricum fhren, dann nimmt die Surebelastung im Krper immer mehr zu. Mit von auen zugefhrtem Natrium phosphoricum wird der Organismus besser in die Lage versetzt, anfallende Suren zu regulieren, abzubauen oder auszuscheiden.

Abnehmen

(© Randall Reed - Fotolia.com)

Heihunger   beim Intermittierenden Fasten kann durchaus entstehen: Es ist ein Zeichen dafr, dass der Krper vermehrt Sure ber den Stoffwechsel ausscheidet. Wasser trinken hilft. Auch kann die Sureausscheidung ber die Haut angeregt werden: Angemessene Bewegung (entsprechend des Trainings-Zustandes), Sauna-Gnge, Kneippsche Wechselduschen und tgliche Brstenmassagen (ohne danach die Haut einzucremen) helfen dabei. Intermittierende Faster werden immer mehr darauf kommen auf ihren Krper zu hren, nicht nur beim Essen, sondern sich durchaus einen Saunagang zum Abschluss (wenn es bekommt!) gnnen.

Natrium sulfuricum  ist das generelle Mineralsalz fr die Ausscheidung von Schadstoffen. Es ist sozusagen ein wichtiger „Betriebsstoff“ fr die Leber („Entgiftungsstation“). Das Mineral untersttzt das zentrale Organ des gesamten Stoffwechsels mit seinen vielseitigen Aufgaben: Beispielsweise Speicherung von Glukose und Vitaminen, bedarfsgerechte Verteilung von Nhrstoffen ins Blut, Abbau und Ausscheidung von Stoffwechselprodukten, Giften oder Medikamenten. Das Mineralsalz untersttzt die Leber beim Entschlacken des Krpers („Entgiften“).

Da beim Intermittierenden Fasten zustzlich Stoffwechselprozesse wie der gewnschte Abbau der Fettgewebe in Gang gesetzt werden, hilft Natrium sulfuricum auch besonders der Leber bei ihren Aufgaben. Um die Stoffwechselvorgnge nicht zustzlich zu belasten, wre ein Verzicht auf Nikotin oder Alkohol, fettreiche Mahlzeiten sinnvoll. Viel Wasser trinken hilft. Auf seelischer und geistiger Ebene hilft das Mineral sich von Unntigem zu trennen: Dazu knnen (Ess-)-Gewohnheiten gehren, belastende Verhaltensweisen oder alte Gedankenmuster, die selbst als behindernd wahrgenommen werden knnen. Das Intermittierende Fasten kann Lust auf mehr machen: Mit dem Ausprobieren von neuem Essverhalten wie dem Genuss von leichteren schmackhafteren Lebensmitteln und neuem Verhalten auch sich selbst und anderen gegenber. Denn wer es schafft, einen oder zwei Tage ohne Essen auszukommen – wird sich auch noch Anderes zutrauen.

Das Intervall-Fasten

(© matthias21 - Fotolia.com)

    Literatur
  1. Klempel MC, Kroeger CM, Bhutani S, Trepanowski JF, Varady KA: Intermittent fasting combined with calorie restriction is effective for weight loss and cardio-protection in obese women. Nutr J. 2012 Nov 21;11:98.
  2. Azevedo FR, Ikeoka D, Caramelli B: Effects of intermittent fasting on metabolism in men. Rev Assoc Med Bras. 2013 Mar-Apr;59(2):167-73.
  3. Faris MA, Kacimi S, Al-Kurd RA, Fararjeh MA, Bustanji YK, Mohammad MK, Salem ML: Intermittent fasting during Ramadan attenuates proinflammatory cytokines and immune cells in healthy subjects. Nutr Res. 2012 Dec;32(12):947-55.
  4. Katare RG et al: Chronic intermittent fasting improves the survival following large myocardial ischemia by activation of BDNF/VEGF/PI3K signaling pathway. J Mol Cell Cardiol. 2009 Mar;46(3):405-12.
  5. Interview Brad Pilion

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